Archiv für Februar 2016

„Razem“ – Neue Linke in Polen

Sebastian Reinfeldt hat für die aktuelle Ausgabe von analyse & kritik zwei Aktivisten der neuen linken polnischen Partei „Razem“ („Gemeinsam“) interviewt. Razem hat bei den Wahlen im vergangenen Herbst mit 3,6% einen Achtungserfolg eingefahren.

Arbeit – Bewegung – Geschichte über Betriebsarbeit & Operaismus

Das Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung heisst ab sofort „Arbeit – Bewegung – Geschichte“, die soeben erschienene Ausgabe hat den Schwerpunkt „Linke Betriebsintervention, wilde Streiks und operaistische Politik 1968 – 1988″ – und ist runderhum gelungen! Schwere Empfehlung für die (Entstehungs)Geschichte zweier der wichtigsten italienischen Organisatioen der radikalen Linken, „Il Manifesto“ und „Lotta Continua“ von Antonio Lenzi. Aber auch die anderen Beiträge & Buchrezensionen haben´s in sich! Pflichtlektüre für alle, die sich mit der „anderen ArbeiterInnenbewegung“ beschäftigen!

Als Volltext verfügbar ist Sebastian Kaspers Text über die Betriebsinterventionen der Sponti-Bewegung. In dem pdf findet sich auch das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe!

Graebers „Bürokratie“ soeben erschienen

Soeben ist David Graebers neues Buch „Bürokratie. Die Utopie der Regeln“ bei Clett-Kotta erschienen. Die Zeischrift „Freitag“ hat eine hiermit empfohlene Themenseite eingerichtet!

Dietmar Dath über Religion.

„Schulz: Das heißt, man braucht aber Menschen und keinen Gott?
Dath: Ich weiß nicht, ob das ein Widerspruch ist. Also ich weiß nicht, ob wer Menschen braucht nicht auch einen Gott brauchen kann. Ich meine, es gibt Leute, die brauchen Menschen und gleichzeitig Heavy Metall Platten.“

Benedikt Schulz interviewt Dietmar Dath für den Deutschlandfunk über sein neues Buch, also über Relgion.

Kritik des Säkularismus

Spannende Kritik von Ian Birchall am Mythos der (nicht nur französischen) laïcité im Jacobin!

Neues Deutschland zur Situation in Spanien

Gute Analyse im Neuen Deutschland zur Situation rund um Podemos und die Regierungsbildung in Spanien! Man sieht an diesem Beispiel, wie meilenweit der österreichische „Qualitätsjournalismus“ hinterher hinkt …

Camilo Torres (1929 – 1965)

„Die Revolution ist also die Form, zu einer Regierung zu kommen, die die Hungrigen speist, die Nackten bekleidet, die Unwissenden unterweist, die also die Werke der Caritas, der Nächstenliebe nicht nur gelegentlich und vorübergehend, nicht nur an einigen wenigen, sondern an der Mehrheit unserer Nächsten erfüllt. Daher ist die Revolution für die Christen, die in ihr die einzige wirksame und umfassende Möglichkeit sehen, die Liebe zu allen Menschen zu verwirklichen, nicht nur erlaubt, sondern sie ist seine Pflicht.“

O-Ton Camilo Torres, aus einem Artikel von Adalbert Krims (etwas hinunterscrollen!), soeben erschienen in der Zeitschrift Kritisches Christentum (Nr. 394/395)
Heute vor 50 Jahren wurde der Priester und Revolutionär Camilo Torres bei einem Gefecht mit der kolumbianischen Armee getötet. Victor Jara hat ihm das Lied Cruz de Luz gewidmet.

Wissensteilung radikal!

Eine russische Forscherin hat mehr als 48 Millionen(!!!) wissenschaftliche Artikel online gestellt – und ist der gerichtlichen Aufforderung, sie vom Netz zu nehmen, nicht nachgekommen. Das ist Wissensteilung!

BGE & Degrowth-Konferenz in Hamburg

Am 19. und 20. Mai findet in Hamburg eine Konferenz statt, die zwei der wohl wichtigsten politischen Themenfelder der Gegenwart miteinander verbindet: Wachstumskritik und das bedingungslose Grundeinkommen. Bis 29.2. ist der Open Call geöffnet, für alle die sich mehr als nur als BesucherInnen einbringen möchten

Der alternative Plan von „transform“!

Dieser Tage spriessen die Texte zu „Wie weiter?“ nachgerade aus dem Boden. Einen weiteren hat das den Linksparteien nahestehende transform!-Netzwerk soeben veröffentlicht. Er bewegt sich – warhscheinlich nicht zufällig – in der Nähe von diem25.

Studie über Solidarische Ökonomie in Österreich

Andreas Exner hat eine ausführliche Studie zu solidarischer Ökonomie in Österreich verfasst. Sie gibt einen sehr guten Überblick über die solidarisch-ökonomischen Aktivitäten und Initiativen in Österreich, aber auch über Grenzen und Schwierigkeiten nicht profitorientierten Wirtschaftens in einer kapitalistischen Gesellschaft.

Varoufakis & Co: Diem25-Manifest online! (e)

update: das genaue Programm für das kick-off event von diem25 am 9.2. in berlin ist jetzt online!

Die englische Version des Diem25-Manifests („A Manifesto for democratising Europe“)ist nun online. Eine pdf-Version gibt´s auch. Hier die Kernaussagen, die in den konkreten Handlungsvorschlägen natürlich noch konkretisiert werden:

• No European people can be free as long as another’s democracy is violated
• No European people can live in dignity as long as another is denied it
• No European people can hope for prosperity if another is pushed into permanent insolvency and depression
• No European people can grow without basic goods for its weakest citizens, human development, ecological balance and a determination to become fossil-fuel free in a world that changes its ways – not the planet’s climate

Bleibt abzuwarten, ob Diem25 wirklich abhebt, oder eine „Top-Down“ initiative mit beschränkter Reichweite bleibt. Bewegungsaktivist John Malamatinas hat vorausschauend schon mal einen Brief an Varoufakis geschrieben, dieser hat auch schon geantwortet (e)!

Christoph Henning über Honneths Sozialismus

Ernüchternde Rezension von Christoph Henning über Axel Honneths „Die Idee des Sozialismus“ auf soziopolis.de. Auch mal gut zu wissen, was mensch nicht lesen muss …

Thesen zur Re-Organisierung der Linken

Wie geht´s weiter? Meine 4 Thesen zur Re-Organisierung der Linken in Österreich am moasik.blog!

Naturzerstörung & Massenarmut: Der Kapitalismus muss weg!

„Im Zuge der globalen Wirtschaftskrise von 2008 war es äußerst schnell und unbürokratisch möglich, »Rettungsschirme« in Milliardenhöhe für systemrelevante Banken auf Kosten von Millionen von Menschen bereitzustellen. Die Menschen und die äußere Natur, die von der Klimakrise betroffen sind, scheinen nicht als systemrelevant zu gelten. Das System der Kapitalakkumulation hat also Priorität. Es scheint so, als müsse man sich einer versachlichten, gottähnlichen Macht – der Macht der Kapitale – alternativlos beugen. Doch zumindest eines ist klar: Es gibt keine Alternativen zur Natur; es gibt auch keine Alternativen zur Ökonomie, aber es gibt Alternativen zur kapitalistischen Form der Ökonomie.“
Tolles Interview mit Athanasios Karathanassis, Autor des bei VSA herausgekommenen Bandes »Kapitalistische Naturverhältnisse. Ursachen von Naturzerstörungen – Begründungen einer Postwachstumsökonomie« in der Jungle World.

ak: Für einen neuen Antiimperialismus!

Spannender Text von Nadija Samour in der aktuellen analyse & kritik, in der die Autorin für einen erneuerten Ampiimperialismus plädiert!

Augustin: Von der Zielpunktpleite zum Konsum 2.0

Mein Artikel aus dem Augustin zur Causa Zielpunkt – und zu Lebensmitteln als Ware.