Nancy Fraser gegen den progressiven Neoliberalismus

In den Blättern für deutsche und internationale Politik 2/17 findet sich ein äußerst instruktiver Text von Nancy Fraser. Sie zeigt, warum es für die dringend notwendige Erneuerung der Linken einen Bruch mit dem „progressiven Neoliberalismus“ braucht. Ihr Blick ist dabei zwar einer von oben, d.h. soziale Bewegungen und Klassenkämpfe existieren wenn, dann nur als Fußnogen. Dennoch benennt sie zentrale Parameter linker Erneuerung: Sie muss die soziale Frage ins Zentrum rücken und den Bruch mit den neoliberalen Varianten von Diversitäts- und Antidiskriminierungspolitik wagen, ohne den Kampf gegen Rassismus und Sexismus aufzugeben; vielmehr ist dieser Bruch erst die Voraussetzung für ein erfolgreiches umfassendes Linkes Projekt. Dass die Organisationsfrage und das Verhältnis von Organisationen und sozialen Massenbewegungen unterbelichtet bleibt, ist zwar ein Problem, beschädigt aber ihre Argumente nicht.

Nancy Fraser: Für eine neue Linke


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