Archiv der Kategorie '(neue) bücher/zeitschriften'

1968: Memories and Legacies of a Global Revolt ONLINE!

Der Band, in dem der im vorigen Beitrag erwähnte Text zu 1968 im Senegal erschienen ist, ist erfreulicher Weise vollständig online zugänglich.
Er bietet einen ausgezeichneten Überblick über das „globale 68″ – unter anderem Beiträge zu Kanada, Peru, Mexiko, China und Pakistan!

1968 in Japan, Teil 2: Zengakuren


Ausschnitt aus Johannes E. Seifferts Buch über die Zengakuren, die japanische Student_innenbewegung. Das Buch ist 1969 im Trikont-Verlag erschienen.

1968 in Japan

Langer, instruktiver Artikel auf Englisch zu 1968 in Japan auf libcom.org – inkl. guter Analyse der ökonomischen Entwicklung der Zeit.

Fußball & 1968

„Im Fußball wurde 1968 die Welt nicht verändert, doch was 1968 die Welt veränderte, kam auch im Fußball an – als Proteste auf den Rängen, als Forderung nach demokratischen Strukturen und als Wunsch, große Spieler mögen auch große Revolutionäre sein.“

Die aktuelle Ausgabe des österreichischen Fußballmagazins „ballesterer“ behandelt 1968 im Fussball – hier schon mal ein Vorgeschmack von Mareike Boysen und Nicole Selmer. Empfehlung!

Die 68er: Neuerscheinung bei VSA!

„Die Studentenbewegung der» 68er« war ein markanter Einschnitt in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik. Demokratisierung und Politisierung waren ihre Parolen, wissenschaftliches Hinterfragen, theorieerfülltes Argumentieren und antiauto­ritäres Agieren ihre Kennzeichen. Die Beteiligten wollten die Demokratie und das politische Denken neu begründen – diesmal von unten. Die Themen und Motive reichten von der Kulturrevolution über Kapitalismuskritik bis zum Wandel der Öffentlichkeit. Vielfalt kennzeichnet auch ihre historische Interpretation.“

In Bälde erscheint ein von Knut Nevermann herausgegebener Band zu Motivationen der 68er-Bewegung und ihren Auswirkungen bis in die Gegenwart.

iz3w: Arif Dirlik über 1968 und die „Dritte Welt“

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift iz3w beschäftigt sich mit dem „globalen 68″. Erstmals auf Deutsch erscheint hier auch ein einflussreicher Text von Arif Dirlik über „Die Rolle der Dritten Welt für und während »1968«“ in – gekürzter – deutscher Übersetzung. Ein spannender und hintergründiger Text über die Ereignisse von 68 in den Ländern des Trikonts!

Sozialgeschichte online – jetzt auch auf Papier!

SGO
Sozial.Geschichte Online ist eine der spannendsten sozialhistorischen Zeitschriften aus linker Perspektive – und noch dazu für gewöhnlich frei online zu lesen. Die aktuelle Nummer ist darüber hinaus auch „offline“ zu erstehen – noch dazu um wohlfeile 10 Euro. Dies ist angesichts der vielzahl an spannenden Texten (wie unter anderem der von Peter Birke über die Eribon-Debatte oder Andreas Peglaus neuen und überraschenden Erkenntnissen zur politischen Tätigkeit von Wilhelm Reich in den 1920er-Jahren in Wien) hiermit ausdrücklich nahegelegt. Bestellbar ist das Heft hier – da gibt´s außerdem eine Übersicht über jene Buchhandlungen, die es lieferbar haben.

Frantz Fanon: Der Schleier

Der Schleier legt nicht nur das Spiel der algerischen Frau mit den Annahmen und den Erwartungen der Repräsentanten der Kolonialmacht frei, sondern auch die Geschichte eines Kleidungsstücks, das in seinen widersprüchlichen Zuschreibungen bis heute umkämpft ist.“ Fanons Aufsatz erstmals aus dem Französischen übersetzt & von Turia + Kant verlegt!

8 Thesen zum Neo-Sozialismus

Klaus Dörre präsentiert auf dem Portal theoriekritik.ch 8 Thesen zum Neo-Sozialismus. Wie so vieles auf theoriekritik überaus bedenkens- und diskutierenswert!
PS: So zum Beispiel dieser Text über den Namen Lenin
PPS: Oder in eigener (Verlags- bzw. Rolsdolsky)Sache

Martin Birkner / Thomas Seibert (Hg.): Kritik und Aktualität der Revolution


Rechtzeitig zum hundertsten Jahrestag der Oktoberrevolution erschien der Band, in dem linke TheoretikerInnen sich der Frage stellen, ob und inwiefern eine revolutionäre Umwälzung heute noch möglich und sinnvoll ist.
Mit Beiträgen von: Ulrich Brand, Rita Casale, Dennis Eversberg, Silvia Federici, Clarire Fontaine, Michael Hardt & Sandro Mezzadra, Isabell Lorey, Gerald Raunig, Karl Reitter, Thomas Seibert und Gerold Wallner.
Hier Vorwort und Inhaltsverzeichnis.

Rezension zu Mezzadra/Neumann: Jenseits von Identität und Interesse

Eine etwas längere Rezension von Sandro Mezzadras und Marion Neumanns „Jenseits von Identität und Interesse“, erschienen in der Volksstimme (Dezember 2017). Der Beitrag setzt sich mit der falschen Gegenüberstellung von Identitäts- und Klassenpolitik auseinander, die ja seit der „Eribon-Debatte“ die Diskussion der deutschsprachigen Linken dominiert.

Die Kritik der Religion

Das Institut für Theologie und Politik in Münster hat wieder einmal ein sehr empfehlenswertes Buch herausgebracht: Die Kritik der Religion. Der Kampf für das Diesseits der Wahrheit. Die Texte von Franz J. Hinkelammert, Urs Eigenmann, Kuno Füssel und· Michael Ramminger beschreiben ein „doppeltes Anliegen“: Es geht sowohl um die Kritik an der Religion, als auch die Kritik der Religion an ausbeuterischen und unterdrückenden Verhältnissen – mithin am Kapitalismus als Religion. Ein wichtiger Beitrag zu einer von undialektischem Schwarz-Weiss-Denken um Religion und Kritik!

Rezension zu Michael Brie: Lenin neu entdecken!

Für analyse & kritik 632 (November 2017) habe ich das kleine, aber feine Buch von Michael Brie, „Lenin neu entdecken“ rezensiert. Hier die Urversion der Besprechung, aber ak will und soll natürlich auch abonniert werden: https://www.akweb.de/service/

Nancy Fraser gegen den progressiven Neoliberalismus

In den Blättern für deutsche und internationale Politik 2/17 findet sich ein äußerst instruktiver Text von Nancy Fraser. Sie zeigt, warum es für die dringend notwendige Erneuerung der Linken einen Bruch mit dem „progressiven Neoliberalismus“ braucht. Ihr Blick ist dabei zwar einer von oben, d.h. soziale Bewegungen und Klassenkämpfe existieren wenn, dann nur als Fußnogen. Dennoch benennt sie zentrale Parameter linker Erneuerung: Sie muss die soziale Frage ins Zentrum rücken und den Bruch mit den neoliberalen Varianten von Diversitäts- und Antidiskriminierungspolitik wagen, ohne den Kampf gegen Rassismus und Sexismus aufzugeben; vielmehr ist dieser Bruch erst die Voraussetzung für ein erfolgreiches umfassendes Linkes Projekt. Dass die Organisationsfrage und das Verhältnis von Organisationen und sozialen Massenbewegungen unterbelichtet bleibt, ist zwar ein Problem, beschädigt aber ihre Argumente nicht.

Nancy Fraser: Für eine neue Linke

Neue PROKLA zu „Religion, Politik & Ökonomie“

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Prokla“ beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit dem Verhältnis von Religion bzw. Religiosität zu Politik und Ökonomie. Außerdem findet sich in der Ausgabe die bedenkenswerte Antwort von Mario Candeias auf Dario Azzellini zur Frage des Verhältnisses von linken Parteien und sozialen Bewegungen. Hier das Editiorial.

Oscar Romero – presente!

„Romero explicitly stood with the poor and vulnerable against the wealthy and powerful, and demanded that his followers do the same. In words and deeds, Romero professed his faith not just in the teachings of the church, but in the values he hoped would come to shape his country. He advocated a radical society for El Salvador that placed the abolition of social injustice, economic inequality, and violence at the center of spiritual practice.“
Guter Artikel in „Jacobin“ über die Heiligsprechung des 1980 ermordeten linken Bischofs Romero, und warum es gut wäre, sich im heutigen El Salvador nicht nur an sein spirituelles, sondern auch an sein sozialrevolutionäres Wirken zu erinnern.

Kommunistische Moderne statt Integration. Badiou im Interview

„Mein Vorschlag ist die kommunistische Moderne, die nicht die Diktatur des Privateigentums bedeutet.“ Gutes Interview mit Alain Badiou in der Zeitschrift „Freitag“, über Rechtspopulismus, die Flüchtlingsfrage und „den Westen“.