Archiv der Kategorie '(neue) bücher/zeitschriften'

Bauhaus? Beinhaus? Benjamin unlimited!

Der sowieso supertolle Blog The Charnel-House mit dem supertollen Untertitel „From Bauhaus to Beinhaus“ ist jetzt noch toller, weil er nämlich Walter Benjamins Gesammelte Schriften auf Deutsch und Englisch zur Verfügung stellt! Wissensteilung galore!

Wir haben es satt! Zeitung zur Agrarwende

Das agrarpolitische Bündnis „Wir haben es satt“ hat im Februar die Agrarwende eingeläutet – und eine feine Zeitung, die „BauernPost“ präsentiert, die aus der Perspektive des Jahres 2020 aufzeigt, wie eine solidarische, demokratische und zukunftsfähige Landwirtschaft auf den Weg gebracht werden kann!

Über Christoph Türckes Philosophie der Geldes

„Gibt es in der marxistischen Geldtheorie möglicherweise einen blinden Fleck? Christoph Türcke möchte den Marxismus um eine Analyse unseres „kollektiven Trieblebens“, das sich aus der Logik des Geldes heraus ergibt, ergänzen.“

Fabian Schwitter auf theoriekritik.ch über Christoph Türckes „Mehr! Philosophie des Geldes“!

Lefebvres „Recht auf Stadt“ endlich auf Deutsch!

Henry Lefebvres grundlgender Text „Recht auf Stadt“ ist nun erstmalig in deutscher Übersetzung bei Nautilus erschienen! Übrigens: Die Nummer 60 der Zeitschrift dérive hatte ebenfalls einen Lefebvre-Schwerpunkt und sei an dieser Stelle ebenfalls ausdrücklich empfohlen!

Arbeit – Bewegung – Geschichte über Betriebsarbeit & Operaismus

Das Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung heisst ab sofort „Arbeit – Bewegung – Geschichte“, die soeben erschienene Ausgabe hat den Schwerpunkt „Linke Betriebsintervention, wilde Streiks und operaistische Politik 1968 – 1988″ – und ist runderhum gelungen! Schwere Empfehlung für die (Entstehungs)Geschichte zweier der wichtigsten italienischen Organisatioen der radikalen Linken, „Il Manifesto“ und „Lotta Continua“ von Antonio Lenzi. Aber auch die anderen Beiträge & Buchrezensionen haben´s in sich! Pflichtlektüre für alle, die sich mit der „anderen ArbeiterInnenbewegung“ beschäftigen!

Als Volltext verfügbar ist Sebastian Kaspers Text über die Betriebsinterventionen der Sponti-Bewegung. In dem pdf findet sich auch das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe!

Graebers „Bürokratie“ soeben erschienen

Soeben ist David Graebers neues Buch „Bürokratie. Die Utopie der Regeln“ bei Clett-Kotta erschienen. Die Zeischrift „Freitag“ hat eine hiermit empfohlene Themenseite eingerichtet!

Kritik des Säkularismus

Spannende Kritik von Ian Birchall am Mythos der (nicht nur französischen) laïcité im Jacobin!

Camilo Torres (1929 – 1965)

„Die Revolution ist also die Form, zu einer Regierung zu kommen, die die Hungrigen speist, die Nackten bekleidet, die Unwissenden unterweist, die also die Werke der Caritas, der Nächstenliebe nicht nur gelegentlich und vorübergehend, nicht nur an einigen wenigen, sondern an der Mehrheit unserer Nächsten erfüllt. Daher ist die Revolution für die Christen, die in ihr die einzige wirksame und umfassende Möglichkeit sehen, die Liebe zu allen Menschen zu verwirklichen, nicht nur erlaubt, sondern sie ist seine Pflicht.“

O-Ton Camilo Torres, aus einem Artikel von Adalbert Krims (etwas hinunterscrollen!), soeben erschienen in der Zeitschrift Kritisches Christentum (Nr. 394/395)
Heute vor 50 Jahren wurde der Priester und Revolutionär Camilo Torres bei einem Gefecht mit der kolumbianischen Armee getötet. Victor Jara hat ihm das Lied Cruz de Luz gewidmet.

Christoph Henning über Honneths Sozialismus

Ernüchternde Rezension von Christoph Henning über Axel Honneths „Die Idee des Sozialismus“ auf soziopolis.de. Auch mal gut zu wissen, was mensch nicht lesen muss …

Naturzerstörung & Massenarmut: Der Kapitalismus muss weg!

„Im Zuge der globalen Wirtschaftskrise von 2008 war es äußerst schnell und unbürokratisch möglich, »Rettungsschirme« in Milliardenhöhe für systemrelevante Banken auf Kosten von Millionen von Menschen bereitzustellen. Die Menschen und die äußere Natur, die von der Klimakrise betroffen sind, scheinen nicht als systemrelevant zu gelten. Das System der Kapitalakkumulation hat also Priorität. Es scheint so, als müsse man sich einer versachlichten, gottähnlichen Macht – der Macht der Kapitale – alternativlos beugen. Doch zumindest eines ist klar: Es gibt keine Alternativen zur Natur; es gibt auch keine Alternativen zur Ökonomie, aber es gibt Alternativen zur kapitalistischen Form der Ökonomie.“
Tolles Interview mit Athanasios Karathanassis, Autor des bei VSA herausgekommenen Bandes »Kapitalistische Naturverhältnisse. Ursachen von Naturzerstörungen – Begründungen einer Postwachstumsökonomie« in der Jungle World.

ak: Für einen neuen Antiimperialismus!

Spannender Text von Nadija Samour in der aktuellen analyse & kritik, in der die Autorin für einen erneuerten Ampiimperialismus plädiert!

Silvia Federici: Caliban und die Hexe (Audio)

Wer damals die Caliban und die Hexe-Präsentation von Silvia Federici in Wien versäumt hat, es gibt einen feinen Audio-Mitschnitt (engl.)!

Ausbeutung oder Respektlosigkeit? Kritik des Klassismusdiskurses

Der Diskurs des Klassismus ist die akademische Antwort auf den Klassenkampf. Er verschiebt die politische Auseinandersetzung gegen Ausbeutung in das diskursive Feld von Antidiskriminierung und Anerkennung und steht damit einer emanzipatorischen Politik weitgehend entgegen.
Hier mein Artikel dazu, der soeben in der aktuellen, ausdrücklich empfohlenen Klassen-Ausgabe der Zeitschrift „Kurswechsel“ erschienen ist.

Negri & Demirovic über Laclau & Populismus

Ein Muss: Toni Negris kritische Laclau-Analyse & Alex Demirovic´ kritische Negri-Analyse!
Die Zeitschrift Luxemburg ist übrigens vollständig online abrufbar!

Ellen Meiksins Wood (1941 – 2016)

Sad News! Die wichtige marxistische Theoretikerin Ellen Meiksins Wood ist verstorben. Erst letzten Herbst ist ihr wichtiges Buch „Die Ursprünge des Kapitalismus“ im Laika-Verlag auf Deutsch erschienen.
Auf der Seite der Monthly Review gibt es einige ihrer Artikel online zu lesen.

K.H. Roth zu Griechenland & Deutschland


Die erste Auflage von Roths Flugschrift erschien noch vor dem einschneidenden Sommer 2015, die aktuelle zweite reflektiert in einem ausführlichen Vorwort bereits auf diese Niederlage. Das Büchlein besteht aus zwei Teilen: Der erste umreißt ein „postkeynesianisches“ Programm zur Rettung Griechenlands, welches auf der im zweiten Teil verhandelten Forderung aufbaut: Der Begleichung der deutschen Reparationsschuld aus dem 2. Weltkrieg. Präzise entwickelt Roth die Geschichte des deutschen Raub- und Vernichtungszuges in Griechenland und rekonstruiert die Höhe der noch immer nicht bezahlten Schulden des Rechtsnachfolgers des NS-Staates.
Mensch muss nicht mit allen Aspekten des von Roth vorgeschlagenen Rettungpakets übereinstimmen, es bleibt jedoch ein wichtiger Diskussionsbeitrag in einer an Glaubbensbekenntnissen reichen, konkreten Vorschlägen jedoch armen Debatte.

„Kurswechsel“ zu Klasse, Klassismus & Klassenkampf

Aus dem Editorial des aktuellen Kurswechsel:

„Martin Birkner begegnet dem Klassismus-Ansatz hingegen mit Skepsis. Seine Kritik fokussiert auf die Verschiebung der Debatte von einer antikapitalistischen hin zu einer antidiskriminatorischen Position. In seinem Beitrag greift Birkner die postoperaistische Perspektive auf, um den Nutzen eines akademisch weichgespülten Konzepts“ klassistischer Unterdrückung für eine linke Utopie und Praxis zu hinterfragen.“