Archiv der Kategorie 'klassenkampf'

1968 in Japan

Langer, instruktiver Artikel auf Englisch zu 1968 in Japan auf libcom.org – inkl. guter Analyse der ökonomischen Entwicklung der Zeit.

Die 68er: Neuerscheinung bei VSA!

„Die Studentenbewegung der» 68er« war ein markanter Einschnitt in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik. Demokratisierung und Politisierung waren ihre Parolen, wissenschaftliches Hinterfragen, theorieerfülltes Argumentieren und antiauto­ritäres Agieren ihre Kennzeichen. Die Beteiligten wollten die Demokratie und das politische Denken neu begründen – diesmal von unten. Die Themen und Motive reichten von der Kulturrevolution über Kapitalismuskritik bis zum Wandel der Öffentlichkeit. Vielfalt kennzeichnet auch ihre historische Interpretation.“

In Bälde erscheint ein von Knut Nevermann herausgegebener Band zu Motivationen der 68er-Bewegung und ihren Auswirkungen bis in die Gegenwart.

iz3w: Arif Dirlik über 1968 und die „Dritte Welt“

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift iz3w beschäftigt sich mit dem „globalen 68″. Erstmals auf Deutsch erscheint hier auch ein einflussreicher Text von Arif Dirlik über „Die Rolle der Dritten Welt für und während »1968«“ in – gekürzter – deutscher Übersetzung. Ein spannender und hintergründiger Text über die Ereignisse von 68 in den Ländern des Trikonts!

Sozialgeschichte online – jetzt auch auf Papier!

SGO
Sozial.Geschichte Online ist eine der spannendsten sozialhistorischen Zeitschriften aus linker Perspektive – und noch dazu für gewöhnlich frei online zu lesen. Die aktuelle Nummer ist darüber hinaus auch „offline“ zu erstehen – noch dazu um wohlfeile 10 Euro. Dies ist angesichts der vielzahl an spannenden Texten (wie unter anderem der von Peter Birke über die Eribon-Debatte oder Andreas Peglaus neuen und überraschenden Erkenntnissen zur politischen Tätigkeit von Wilhelm Reich in den 1920er-Jahren in Wien) hiermit ausdrücklich nahegelegt. Bestellbar ist das Heft hier – da gibt´s außerdem eine Übersicht über jene Buchhandlungen, die es lieferbar haben.

Texte zu 1968 #1: Die Philippinen

Aus Anlass des nahenden Jubiläums beginnt wissensteilung ab sofort eine Reihe zu 1968. Dabei sollen nicht zuletzt Texte aus bzw. über dem/n globalen Süden einer eurozentristischen Deutung des globalen Ereignisses 68 entgegengestellt werden. Dafür wurde auch extra eine neue Kategorie eingeführt, über die die Texte zu finden sind.
Den Auftakt macht ein sehr empfehlenswerter Text von Rainer Werning im „Neuen Deutschland“. Er rückt die asiatischen Proteste und Widerstandkämpfe dieser Zeit in den Fokus – mit besonderem Schwerpunkt auf die Philippinen.

8 Thesen zum Neo-Sozialismus

Klaus Dörre präsentiert auf dem Portal theoriekritik.ch 8 Thesen zum Neo-Sozialismus. Wie so vieles auf theoriekritik überaus bedenkens- und diskutierenswert!
PS: So zum Beispiel dieser Text über den Namen Lenin
PPS: Oder in eigener (Verlags- bzw. Rolsdolsky)Sache

Geschichte des Operaismus


Sergio Bologna schreibt auf der hiermit nachdrücklich empfohlenen marx200-Geburtstagsseite über die Geschichte des italienischen Operaismus.

Martin Birkner / Thomas Seibert (Hg.): Kritik und Aktualität der Revolution


Rechtzeitig zum hundertsten Jahrestag der Oktoberrevolution erschien der Band, in dem linke TheoretikerInnen sich der Frage stellen, ob und inwiefern eine revolutionäre Umwälzung heute noch möglich und sinnvoll ist.
Mit Beiträgen von: Ulrich Brand, Rita Casale, Dennis Eversberg, Silvia Federici, Clarire Fontaine, Michael Hardt & Sandro Mezzadra, Isabell Lorey, Gerald Raunig, Karl Reitter, Thomas Seibert und Gerold Wallner.
Hier Vorwort und Inhaltsverzeichnis.

Rezension zu Mezzadra/Neumann: Jenseits von Identität und Interesse

Eine etwas längere Rezension von Sandro Mezzadras und Marion Neumanns „Jenseits von Identität und Interesse“, erschienen in der Volksstimme (Dezember 2017). Der Beitrag setzt sich mit der falschen Gegenüberstellung von Identitäts- und Klassenpolitik auseinander, die ja seit der „Eribon-Debatte“ die Diskussion der deutschsprachigen Linken dominiert.

Die Kritik der Religion

Das Institut für Theologie und Politik in Münster hat wieder einmal ein sehr empfehlenswertes Buch herausgebracht: Die Kritik der Religion. Der Kampf für das Diesseits der Wahrheit. Die Texte von Franz J. Hinkelammert, Urs Eigenmann, Kuno Füssel und· Michael Ramminger beschreiben ein „doppeltes Anliegen“: Es geht sowohl um die Kritik an der Religion, als auch die Kritik der Religion an ausbeuterischen und unterdrückenden Verhältnissen – mithin am Kapitalismus als Religion. Ein wichtiger Beitrag zu einer von undialektischem Schwarz-Weiss-Denken um Religion und Kritik!

OXI-Blog: Wirtschaftsreformen in Osteuropa – Das andere 68

Tom Strohschneiders instruktiver Betrag zum vergessenen ´68: Ein Überblick über die – letztlich gescheiterten – Versuche ökonomischer Reformen in den sogenannten realsozialistischen Liedern, vom „Prager Frühling“ bis zu den Vorschlägen der DDR-Reformer. Letztlich zeigt sich zwar, dass jenseits von „mehr Marktelementen“ nur wenige Reformideen entwickelt wurden (in Unterschied zu den jugoslawischen Experimenten mit der „Arbeiterselbstverwaltung“), dennoch legt Strohschneiders Beitrag offen, dass auch in den staatskapitalistischen Regimes nach anderen Wegen ökonomischer Vergesellschaftung gesucht wurde.

Neue PROKLA zu „Religion, Politik & Ökonomie“

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Prokla“ beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit dem Verhältnis von Religion bzw. Religiosität zu Politik und Ökonomie. Außerdem findet sich in der Ausgabe die bedenkenswerte Antwort von Mario Candeias auf Dario Azzellini zur Frage des Verhältnisses von linken Parteien und sozialen Bewegungen. Hier das Editiorial.

Oscar Romero – presente!

„Romero explicitly stood with the poor and vulnerable against the wealthy and powerful, and demanded that his followers do the same. In words and deeds, Romero professed his faith not just in the teachings of the church, but in the values he hoped would come to shape his country. He advocated a radical society for El Salvador that placed the abolition of social injustice, economic inequality, and violence at the center of spiritual practice.“
Guter Artikel in „Jacobin“ über die Heiligsprechung des 1980 ermordeten linken Bischofs Romero, und warum es gut wäre, sich im heutigen El Salvador nicht nur an sein spirituelles, sondern auch an sein sozialrevolutionäres Wirken zu erinnern.

Kommunistische Moderne statt Integration. Badiou im Interview

„Mein Vorschlag ist die kommunistische Moderne, die nicht die Diktatur des Privateigentums bedeutet.“ Gutes Interview mit Alain Badiou in der Zeitschrift „Freitag“, über Rechtspopulismus, die Flüchtlingsfrage und „den Westen“.

Das Kommunistische – inkl. download!

Soeben ist im VSA-Verlag ein feines Buch erschienen: Das Kommunistische – oder: Ein Gespenst kommt nicht zur Ruhe. Die AutorInnen Bini Adamczak, Lutz Brangsch, Michael Brie, Massimo De Angelis und Friederike Habermann loten dabei die historischen & theoretischen Parameter des „Kommunistischen“ aus, vom Urkommunismus bis zur PKK, von der Sowjetuntion bis zur Commonsdebatte! Und das Beste ist: Das Buch ist als freier Download erhältlich! Ein kleiner Vorschein auf den kommenden Kommunismus …

G.M. Tamas in Wien! „Solidarity & Capitalism: Is Solidarity Just a Dream in a Reified Society?“

Der ungarische marxistische Philosoph G.M. Tamas spricht am 14. April in Wien am Institut für die Wissenschaften vom Menschen über Interessen, Leidenschaften und ihrer Rolle in kapitalistischen Gesellschaften – und möglicherweise auch danach. Empfehlung!

Für eine „ultraeuropäische“ linke Offensive …

„Die griechische Niederlage ist in Wahrheit eine Niederlage der europäischen Linken gewesen und verweist insofern auf die Notwendigkeit einer kontinentalen Offensive – nicht auf die Notwendigkeit einer Renationalisierung linker Strategie.“
Sandro Mezzadra und Mario Neumann zeichnen in der Zeitschrift „Luxemburg“ die Eckpunkte einer europäischen Perspektive der Linken.