Archiv der Kategorie 'trikont'

iz3w: Arif Dirlik über 1968 und die „Dritte Welt“

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift iz3w beschäftigt sich mit dem „globalen 68″. Erstmals auf Deutsch erscheint hier auch ein einflussreicher Text von Arif Dirlik über „Die Rolle der Dritten Welt für und während »1968«“ in – gekürzter – deutscher Übersetzung. Ein spannender und hintergründiger Text über die Ereignisse von 68 in den Ländern des Trikonts!

Texte zu 1968 #1: Die Philippinen

Aus Anlass des nahenden Jubiläums beginnt wissensteilung ab sofort eine Reihe zu 1968. Dabei sollen nicht zuletzt Texte aus bzw. über dem/n globalen Süden einer eurozentristischen Deutung des globalen Ereignisses 68 entgegengestellt werden. Dafür wurde auch extra eine neue Kategorie eingeführt, über die die Texte zu finden sind.
Den Auftakt macht ein sehr empfehlenswerter Text von Rainer Werning im „Neuen Deutschland“. Er rückt die asiatischen Proteste und Widerstandkämpfe dieser Zeit in den Fokus – mit besonderem Schwerpunkt auf die Philippinen.

Frantz Fanon: Der Schleier

Der Schleier legt nicht nur das Spiel der algerischen Frau mit den Annahmen und den Erwartungen der Repräsentanten der Kolonialmacht frei, sondern auch die Geschichte eines Kleidungsstücks, das in seinen widersprüchlichen Zuschreibungen bis heute umkämpft ist.“ Fanons Aufsatz erstmals aus dem Französischen übersetzt & von Turia + Kant verlegt!

Oscar Romero – presente!

„Romero explicitly stood with the poor and vulnerable against the wealthy and powerful, and demanded that his followers do the same. In words and deeds, Romero professed his faith not just in the teachings of the church, but in the values he hoped would come to shape his country. He advocated a radical society for El Salvador that placed the abolition of social injustice, economic inequality, and violence at the center of spiritual practice.“
Guter Artikel in „Jacobin“ über die Heiligsprechung des 1980 ermordeten linken Bischofs Romero, und warum es gut wäre, sich im heutigen El Salvador nicht nur an sein spirituelles, sondern auch an sein sozialrevolutionäres Wirken zu erinnern.

Silvia Federici über die Entstehung des kapitalistischen Patriarchats!

„Wir betrachteten „Lohn für Hausarbeit“ als die ungerechte, ungleiche sozial-geschlechtliche Arbeitsteilung grundlegend destabilisierend und untergrabend. Im gewissen Sinne erfüllte es dieselbe Funktion, die die Revolte gegen die Sklaverei erfüllt hatte. Wir sagten immer, dass es einen wichtigen Unterschied zwischen dem Kampf der Sklav_innen für die Bezahlung ihrer Arbeit und dem Kampf der Arbeiter_innen für höhere Löhne gibt. Die Forderung „Lohn für Hausarbeit“ enthüllt eine ganze soziale Architektur, die extrem wirkmächtig darin war, die Spaltung zwischen Menschen zu erhalten und einem Teil von ihnen eine riesige Menge unbezahlter Arbeit zuzumuten.“

Yeah! kritisch-lesen.de hat ein Interview mit Silvia Federici übersetzt. Sozusagen als Nachtrag zum internationalen Frauenkampftag!

ak: Für einen neuen Antiimperialismus!

Spannender Text von Nadija Samour in der aktuellen analyse & kritik, in der die Autorin für einen erneuerten Ampiimperialismus plädiert!

Silvia Federici: Caliban und die Hexe (Audio)

Wer damals die Caliban und die Hexe-Präsentation von Silvia Federici in Wien versäumt hat, es gibt einen feinen Audio-Mitschnitt (engl.)!

Studiert workerscontrol.net!

Die Empfehlung des Tages: Das mehrsprachige & internationale Portal workerscontrol.net ist ein wahres Schatzkästchen des Klassenkampfes von unten. Rubriken in, von & zu verschiedenen Sprachen, Weltgegenden, TheoretikerInnen u.v.a.m.
Ob rätekommunistische Theoriedebatten oder Fabriksbesetzungen in Argentinien, historisch-kritische Analysen der jugoslawischen ArbeiterInnenselbstverwaltung oder der neue heisseste Scheiss von Toni Negri, alles da!